Relevant für die Zeitansage sind lediglich Angaben über die Stunden und die Minuten. Sekunden sind unwichtig. Bis du sie ausgesprochen hast, sind sie sowieso vorbei, unwiederbringlich.
(Tja, seufz, das ist der Charakter der Zeit …)
Teile in Gedanken den Stundenkreis in vier gleiche Teile. Beginne bei der vollen Stunde, der nächste Teiler ist bei »Viertel nach«, dann bei »Halb« und bei »Viertel vor«.
Als nächstes nimmst du eine knallharte Einteilung vor: Alle Zeitangaben zwischen Uhr-nullnull und Uhr-fünfzehn beziehst du auf die volle Stunde: »Sieben Uhr zehn – zehn Minuten nach sieben.«.
Die Zeitangaben zwischen Uhr-fünfzehn und Uhr-fünfundvierzig beziehst du auf die halbe Stunde: »Sieben Uhr zwanzig – zehn Minuten vor halb acht«. Oder: »Sieben Uhr fünfunddreißig – fünf Minuten nach halb acht«.
Die Zeitangaben zwischen Uhr-fünfundvierzig und Uhr-nullnull beziehst du dann wieder auf die volle Stunde.
Dann gibt es lediglich noch die eine oder andere Ausnahme: Sieben Uhr vierzehn kann auch heißen »gleich Viertel nach sieben«, sieben Uhr neunundzwanzig »gleich Halb acht« oder sieben Uhr vierundvierzig »gleich Viertel vor acht«.
Ist das denn soo schwierig?
(Ich hätte dann noch einen schwäbischen Merkvers zum Thema; aber da du ja kein Schwäbisch kannst – und die Uhrzeit in den süddeutschen Dialekten wirklich etwas komplexer ist …)
Diesen Text habe ich ursprünglich im Jahr 2000 geschrieben für D.W., einen Kollegen, der sich im Radiowecker sehr schwer getan hat mit der Zeitansage. Aber er scheint nicht der einzige zu sein …
Eingestellt am 17. März 2006.